Das "Fest der Feste"
Dieses Fest
findet in Haifa jedes Jahr im
Dezember statt, wenn parallel
zueinander die Feste der drei
Religionen – Judentum,
Christentum und Islam -
gefeiert werden: Hanukka,
Weihnachten und Id El Adha. Das
Fest findet im Stadtviertel Wadi
Nisnas statt.
Das "Fest der
Feste" symbolisiert das
menschliche Mosaik, aus dem sich
die Haifaer Bevölkerung
zusammensetzt. Es zeigt die
guten nachbarschaft-lichen
Beziehungen zwischen den
verschiedenen
Religionsgemeinschaften in
Haifa.und hat sich Förderung und
Pflege der Toleranz mittels
Kunst und Kultur zum Ziel
gesetzt.

Im
Zusammenhang mit dem Fest finden
unter anderem liturgische
Konzerte sowie eine Kunst- und
Antiquitätenmesse statt, zudem
Darbietungen unter freiem Himmel
und Vorführungen für Kinder. Das
Fest zieht alljährlich Tausende
von Besuchern an und besteht
schon seit 15 Jahren.
Die Sponsoren
des "Fests der Feste" werden
sich am Bau weiterer Bühnen für
Kinder und Jugendliche
beteiligen, um diese zur
Teilnahme am Fest und zu
gegenseitiger Toleranz und
Erfahrung mit den verschiedenen
Kulturen zu ermutigen.
www.hafahag.co.il
Errichtung einer Kirche
für die nationale orthodoxe
Gemeinde in Haifa
Die nationale
orthodoxe Gemeinde in Haifa
umfasst 5000 Mitglieder. Die
Gemeinde veranstaltet religiöse,
soziale und pädagogische
Aktivitäten und bietet religiöse
Dienste an. Sie benötigt eine
neue Kirche, da die Anzahl der
Plätze in der bestehenden sehr
begrenzt ist und auch kein Raum
für öffentliche bzw.
Gemeindearbeit zur Verfügung
steht.
Die Gemeinde-
mitglieder möchten sehr gerne
das Angebot an Aktivitäten für
die Gemeinde ausweiten, so dass
es allen Altersgruppen und den
Angehörigen beiderlei
Geschlechts gerecht wird. Die
Gemeindemitglieder erwarben ein
Grundstück, auf dem sie die neue
Kirche, einen Tagungsraum, eine
Foyer, eine Priesterwohnung und
einen Parkplatz errichten
möchten.
"Beit Hagefen" –
sozialer und kultureller
Treffpunkt für Juden und Araber
Beit Hagefen,
das 1963 gegründet wurde, ist im
städtischen Bereich, landesweit
und international
aktiv, mit dem Ziel,
einen kulturellen und
gesellschaftlichen Treffpunkt
zwischen Juden und Arabern zu
schaffen, um das gegenseitige
Verständnis und ein friedliches
Zusammenleben zu fördern.
Das Zentrum
fungiert als parteiunabhängiger
Verein und wird von der Stadt
Haifa, dem Ministerium für
Erziehung, Kunst und Sport,
sowie Stiftungen und Sponsoren
unterstützt und finanziert. Beit
Hagefen wird von einem
öffentlichen Vorstand verwaltet,
der sich aus Juden und Arabern
zusammensetzt. Die Aktivitäten
in Beit Hagefen verteilen sich
auf einen Komplex von drei
Gebäuden (Hazionut-Boulevard
33-35 und Hagefen Str. 2), ein
Gemeindezentrum in der
Abbas-Straße, das Beit Hagefen
angegliedert ist und Programme
und Projekte, die an zahlreichen
Orten im Land durchgeführt
werden.
Beit Hagefen
bietet eine Vielfalt an
Aktivitäten, die für die
jüdische und die arabische
Bevölkerung bestimmt sind:
Treffen für alle Altersgruppen,
Kurse, Frauenklubs, eine
Bibliothek und ein Kulturzentrum
für Kinder und Jugendliche (Clore-Zentrum),
eine Kunstgalerie, ein
arabisches Theater und ein
Besucherzentrum, einschließ-lich
Gruppenführungen durch das
religios-kulturelle
Bevölkerungsmosaik der Stadt
Haifa, sowie "Pfade der
Koexistenz" in den Gassen von
Wadi Nisnas. Eine besondere
Betonung wird auf
Veranstaltungen und Aktivitäten
wie folgende gelegt: der
arabische Kultur- und Buchmonat,
und das "Fest der Feste",
Hanukka-Christmas, Ramadan,
Tagungen von Religionsführern
etc.
Im
internationalen Kontext
unterhält Bei Hagefen laufende
Beziehungen zu kulturellen und
sozialen Organisationen in der
arabischen Welt. Beit Hagefen
zieht Besucher aus Jordanien und
den palästinensischen
Autonomiegebieten, aus Marokko
und der ganzen Welt an.

Die Sponsoren
von Beit Hagefen werden die
Entwicklung folgender Projekte
unterstützen:
-
Projekt einer
jungen jüdischen
und arabischen
Führung in
Haifa.
-
Projekt zum
Thema
gegenseitigen
Kennenlernens
und gemeinsamer
Unternehmungen
für Kinder von 8
– 15 Jahren,
unter anderem
auch die
Übernahme einer
Patenschaft für
Stätten, die
dann von Kindern
gemeinsam
betreut werden,
Stadtbesichtigungen
und Workshops.
-
Das
Theater Beit
Hagefen: Dieses
Theater ist seit
2003 aktiv und
veranstaltet
Aufführungen in
Arabisch,
Hebräisch und
Französisch. Die
Schauspieler
werden zu
Aufführungen auf
der ganzen Welt
eingeladen. Das
Theater benötigt
eine neue Bühne.

"Anschluss finden im
Tanz" – die Errichtung einer
Halle zum Tanzunterricht für die
Schüler der "Gavrieli"-Schule,
einer multikulturellen
Kunstschule in Haifa.
Der 11-jährige Ron (Name geändert)
ist ein Einwandererkind aus
Äthiopien. Er hat fünf Geschwister,
drei von ihnen lernen in der "Gavrieli"-Schule,
alle haben große Lernprobleme. Für
Ron gibt es ein Unterrichtsfach, das
ihm Spaß macht und in dem er sich
auszeichnet – das Tanzen. Wenn Ron
tanzt, wird alles möglich, wenn Ron
tanzt, schauen alle gebannt zu, wenn
Ron tanzt, ist er glücklich.
Die "Gavrieli"-Kunstschule in Haifa
liegt in einem Stadtviertel, das
Immigranten aufnimmt – Neve Josef
heißt das Viertel. In der Schule
werden etwa 200 Schüler unterrichtet,
die meisten von ihnen
Einwan-dererkinder aus Äthiopien,
doch auch Kinder aus früheren
Gemeinden. Alle Kinder kommen aus
Familien, die mit einer Vielzahl an
kulturellen und wirtschaftlichen
Problemen konfrontiert sind,
heterogen geprägten Familien, was
Kultur, Tradition und das familiäre
Wertesystem betrifft.
Mit Hilfe vieler Partner,
einschließlich Vertretern der
verschiedenen ethnischen
Gruppen,
gelang es der Schule, ein
Entwicklungsprojekt in den Bereichen
Wissenschaft und Kunst umzusetzen.
Dieses Konzept umfasst eine Reihe
von Themen wie plastische Kunst,
Tanz und Bewegung, Wissenschaft,
Musik und Körpererziehung. Das
Projekt wird in Zusammenarbeit mit
dem Erziehungsministerium, der
Stadtverwaltung Haifa und dem
Partnerschaftsprojekt Haifa-Boston
durchgeführt.
Einer der wesentlichen Treffpunkte
aller tänzerischen Aktivitäten ist
die Tanzhalle der Schule. Sie wird
von den Schülern während der
Unterrichtsstunden genutzt und steht
besonders begabten Tanzschülern zum
Training auch über diese Zeit hinaus
zur Verfügung. Die Halle ist heute
in einem schlechten baulichen
Zustand und kann dem Tanz-unterricht
an der Schule nicht gerecht werden.
Es wird um Beihilfe zur Umgestaltung
der Halle, angepasst an die
Bedürfnisse der Schüler beim
Tanzunterricht, gebeten.
"Behütetes Heim"
-
ein Projekt für Mädchen in Not
in der Stadt Haifa
In
Haifa gibt es sechs "behütete Heime"
für Mädchen in Not, die etwa 120
Mädchen betreuen. Die "behüteten
Heime" bieten weiblichen
Jugendlichen Schutz, die durch ihr
Wohnumfeld gefährdet sind. Die
Mädchen kommen aus allen kulturellen
Bevölkerungsgruppen der Stadt, unter
ihnen Immigrantinnen aus Äthiopien,
der ehemaligen UDSSR und auch
arabische Mädchen. Jedes dieser
Mädchen wird entsprechend seinem
jeweiligen kulturellen Hintergrund
betreut. Die Mädchen in den "behüteten
Heimen" erhalten Unterkunft, eine
warme Mahlzeit, Unter-stützung und
Rat durch ein Team von
Sozialarbeitern, pädagogische
Aktivitäten und gegebenenfalls eine
Ausbildung auf eine eigenständige
Existenz hin sowie ein Angebot an
Freizeitbeschäftigungen. Jedes Heim
hat eine Heimmutter und eine
Sozialarbeiterin, welche den Mädchen
individuell zur Seite stehen, unter
anderem bei der Lösung persönlicher
und sozialer Probleme, Problemen
innerhalb der Familie, bei der
Anleitung zur Erreichung eines
Schulabschlusses und Beistand in
Krisen-situationen.
In jedem "behüteten Heim" finden
pädagogische Aktivitäten statt, vor
allem präventive Maßnahmen gegen
einen vorzeitigen Schulabbruch. Die
verschiedenen Zentren unterhalten
ein Abiturprojekt des
Erziehungs-ministeriums, von
Fachlehrern wird Nachhilfeunterricht
und von ehren-amtlichen Mitarbeitern
Hilfe bei den Hausaufgaben angeboten.
Die Heime stellen den Mädchen
mittels therapeutischer Workshops,
die sich zum Beispiel mit dem
Selbstwertgefühl oder der Stellung
der Frau beschäftigen, eine Reihe
von Aktivitäten zu einer
verbesserten Lebensbewältigung zur
Verfügung.
Das Projekt legt besonderen Wert
darauf, die Mädchen auf die Arbeits-welt
vorzubereiten und sie in Fachkurse
wie etwa Unternehmertum,
Computerbedienung, Friseurhandwerk
oder Eröffnung eines Nagelstudios
einzugliedern, vozugsweise Fächer,
die den Mädchen, die das Projekt zu
Ende führen, ein berufliches
Abschlusszeugnis ausstellen.
Unsere Zielsetzung ist:
Intensivierung des Themas "Lebensbewältigung",
vor allem, was die Vorbereitung der
Mädchen auf eine Beschäftigung
betrifft, und zwar mit Hilfe
weiterer therapeutischer Workshops
und einem erweiterten Angebot an
Fachkursen. (Auf dem Foto:
Friseurkurs in Haifa).
|